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Deutsches Studentenwerk
 - Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


Deutsches Studentenwerk - Tipps und Informationen Nr. 8/2011


Plakatwettbewerb zu Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit
Uni Köln: Beratungsangebot ausgebaut
Eine Hochschule für alle
Kostenübernahme für eine Gleitsichtbrille
BAföG bei Studienfachwechsel
... und vieles mehr ...


Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Plakatwettbewerb zu Studierenden mit Behinderung oder chronischer Krankheit

Das Deutsche Studentenwerk hat seinen 26. Plakatwettbewerb zu „Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit“ ausgelobt. Der Wettbewerb wird vom BMBF gefördert und richtet sich an Design-Studierende. Gesucht werden Plakate, die über die Situation Studierender mit Behinderung oder chronischer Krankheit aufklären, die anklagen, provozieren oder auch ironisieren. Zu gewinnen sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.500 Euro. Die besten 30 Plakate gehen als Wanderausstellung auf Tour durch die Studentenwerke in ganz Deutschland. Die vier besten Plakate werden gedruckt.

26. Wettbewerb 2011/2012: "Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit"



Aus Hochschulen und Studentenwerken

Uni Köln: Beratungsangebot ausgebaut

Seit September 2011 gibt es an der Uni Köln eine weitere Ansprechpartnerin für Studierende mit Behinderungen. Dipl. Psych. Lana Martin berät Studieninteressierte und Studierende zu Fragen der Verordnung und Versorgung mit elektronischen und anderen technischen Hilfsmitteln. Darüber hinaus berät sie zu Nachteilsausgleichen und unterstützt bei der beruflichen Eingliederung.

Uni Köln: Studieren mit Behinderung (PDF, 146 KB, nicht barrierefrei)

Uni Halle: Amt des Behindertenbeauftragten gestärkt

Ein Mitarbeiter unterstützt seit August 2011 die Arbeit des Behindertenbeauftragten des Senats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dipl. -Päd. Christfried Rausch berät Studieninteressierte und Studierende bei der Beantragung und Umsetzung von Nachteilsausgleichen und wirkt daran mit, eine barrierenfreie Universität zu schaffen.

Uni Halle: Beauftragte des Akademischen Senats


Aus den Bundesländern

Eine Hochschule für alle

Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat im August ein umfangreiches Positionspapier zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen veröffentlicht. Das Papier benennt auch eine Vielzahl von Forderungen, um Studierenden mit Behinderungen eine chancengleiche Teilhabe an der Hochschulbildung zu ermöglichen. Diese richten sich sowohl an den Gesetzgeber als auch an die Hochschulen.

Positionspapier der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zur gesetzlichen und praktischen Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (PDF, 270 KB)


Für die Beratungspraxis

Kostenübernahme für eine Gleitsichtbrille

Das Sozialgericht Detmold hat in seiner Entscheidung vom 11.1.2011 (Az.: S21 AS 926/10) festgestellt, dass die Kosten für die Beschaffung einer Gleitsichtbrille im Einzelfall als "unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger Mehrbedarf" gemäß SGB II vom Grundsicherungsträger zu übernehmen sind. Es argumentierte, dass sich ein Mehrbedarf im Sinne des § 21 Abs. 6 SGB II auch aus der Summe einmaliger, besonderer Bedarfslagen ergeben könne.

Ein juristischer Kommentar findet sich im Forum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter Kostenübernahme einer Gleitsichtbrille als unabweisbarer laufender besonderer Bedarf (PDF, 150 KB, nicht barrierefrei)

BAföG bei Studienfachwechsel

Seit der 23. BAföG-Novelle 2010 wird das Studium nach einem ersten Studiengangwechsel wie ein Erststudium gefördert (je zur Hälfte als Zuschuss und als zinsloses Darlehen). Erfolgt aus wichtigem Grund ein weiterer Studienfachwechsel, so wird diese Ausbildung nicht mehr für die gesamte Regelstudienzeit wie ein Erststudium gefördert. Vielmehr ist die vorangegangene, in Normalform voll geförderte Ausbildungszeit anzurechnen. Die Finanzierung der die Förderungshöchstdauer überschreitenden Studienzeit erfolgt nur noch als verzinsliches Bankdarlehen. Dies entschied das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 30.6.2011 (Az.: 5 C 13.10).

www.kostenlose-urteile.de: BAföG-Förderung bei mehrfachem Wechsel des Studienfachs


Studium und Behinderung in den Medien

Studieren trotz Legasthenie

Deutschlandradio campus berichtet über einen Studierenden mit Legasthenie an der Universität Wuppertal.

Deutschlandradio: Studieren trotz Legasthenie


Verschiedenes

Tagungsbericht

Am 7. und 8. April 2011 fand in der Martin-Luther-Univerisität Halle-Wittenberg unter dem Titel "Der Beitrag des Rehabilitationsrechts zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention an den Hochschulen" eine Fachtagung der Arbeitsgruppe Recht und Politik der Rehabilitation in der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (DGRW) statt. Auf den Seiten des Forums Rehabilitations- und Teilhaberecht wurde jetzt ein Tagungsbericht veröffentlicht.

Der Beitrag des Rehabilitationsrechts zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention an den Hochschulen (PDF, 163 KB)

Spohn-Stipendium

Die Karl und Charlotte Spohn-Stiftung vergibt fünf Stipendien für Blinde, die entweder in Hamburg oder in Berlin wohnen und studieren. Die Förderung beträgt 200 Euro pro Monat und ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt. Bewerben können sich Studienanfänger/innen oder bereits Studierende aller Fachrichtungen.Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30.9.2011.

DVBS: Spohn-Stipendium


Termine

Treffen der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der bayerischen Hochschulen und Universitäten

Termin: 13. Oktober 2011
Ort: Uni Würzburg
Zielgruppe: Beauftragte für die Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung
Veranstalter: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Bayerischen Staatsregierung, Universität Würzburg, Beauftragte für die Belange der Menschen mit Behinderung der bayerischen Staatsregierung, Hochschule Bayern e.V., Universität Bayern e.V.

UN-Behindertenrechtskonvention und HRK-Empfehlung „Eine Hochschule für Alle“ sind Anlass für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Bayerischen Staatsregierung, gemeinsam mit der Universität Würzburg, der Beauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderung der bayerischen Staatsregierung, der Hochschule Bayern e.V.  und der Universität Bayern e.V. die bayerischen Beauftragten für die Studierenden mit Behinderung zu einem Gedankenaustausch zum Thema Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung an den bayerischen Hochschulen und Universitäten einzuladen.

Für Rückfragen steht Claudia Doria unter 0931 31 84834 oder unter lehrstuhl.sopaed-2@uni-wuerzburg.de zur Verfügung.

deaf-bonding

Termin: 28. bis 30. November 2011
Ort: Aachen
Zielgruppe: Studierende 
Veranstalter: GATEWAY

Auf bonding Firmenkontaktmessen können sich Studierende in Gesprächen mit Firmenvertretern über Jobs, Praktika, Abschlussarbeiten und Auslandsaufenthalte informieren oder beraten lassen. In Aachen stellt das Gateway-Team kostenlos Dolmetscher/-innen zur Verfügung, die die schwerhörigen oder gehörlosen Studierenden zu den Firmenständen begleiten. Darüber hinaus werden ausgewählte Vorträge des Rahmenprogramms in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Informationen zur "deaf-bonding" sind Ende September zu erhalten unter www.gateway-online.de/deafbonding

Allgemeine Informationen zur bonding-Firmenkontaktmesse: bonding Firmenkontaktmesse

Podiumsdiskussion: Hochschule "all inklusive" aber wie?

Termin: 2. Dezember 2011
Ort: Hamburg
Veranstalter: Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (GGKG) e.V., Institut für Deutsche Gebärdensprache (Universität Hamburg)

Im Anschluss an ihre diesjährige Mitgliederversammlung veranstaltet die GGKG e.V. in Kooperation mit dem Institut für Deutsche Gebärdensprache eine Podiumsdiskussion zum Thema "Inklusive Hochschule". Unterschiedliche Konzepte, u.a. das Konzept einer European DeafUniversity, sollen vorgestellt und diskutiert werden.

Podiumsdiskussion: Hochschule "all inclusive - aber wie?"


Ihr Team der IBS

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