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DB Vertrieb GmbH - Kontaktstelle für Behindertenangelegenheiten


Deutsche Bahn - Neue Freifahrtregelung


Die Deutsche Bahn hat gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium - Bundesministerium für Arbeit und Soziales - entschieden, in Zukunft den Wegfall des Streckenverzeichnisses zu gewährleisten.


Das bedeutet, dass künftig schwerbehinderte Menschen bundesweit unentgeltlich in allen Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn AG (Produkte Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE) und Interregio-Express (IRE)), in S-Bahnen und in Verkehrsverbünden reisen können. Diese Regelung gilt jeweils für die 2. Klasse und wird zum 1. September 2011 wirksam.

Mit dieser Maßnahme wird ein wesentlicher Beitrag zum Bürokratieabbau gewährleistet. Zudem wird die Einführung eines neuen Schwerbehindertenausweises vereinfacht.

Hinweis:
Die Freifahrtregelung betrifft nur die, die sie auch schon vorher nutzen konnten durch den halb grün orangen Schwerbehindertenausweis. Für diesen Personenkreis wurden die Regelungen durch den besagten Wegfall des Streckenverzeichnissen erleichtert. Wer also vorher kein Streckenverzeichnis hatte, für den ändert sich da nichts.

Die unentgeltliche Beförderung (umgangssprachlich auch als Freifahrt bezeichnet) in öffentlichen Verkehrsmitteln des Nahverkehrs können in Deutschland schwerbehinderte Menschen in Anspruch nehmen, denen vom Versorgungsamt zum Schwerbehindertenausweis eines der folgenden Merkzeichen zuerkannt wurden: gehbehindert (G, erheblich beeinträchtigt in der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr), gehörlos (GL), hilflos (H).

Die Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) und Bl (Blind) berechtigen nicht zur unentgeltlichen Beförderung, schließen jedoch die Merkzeichen G und H mit ein. Die unentgeltliche Beförderung dient der Eingliederung Behinderter in Arbeit, Beruf und Gesellschaft. Rechtsgrundlage ist das Neunte Buch Sozialgesetzbuch.