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Bundesministerium für Gesundheit


Bundesministerium für Gesundheit GP_aktuell


Gesundheitspolitische Informationen: GP_aktuell Nr. 13/12 vom 23.11.2012


Sehr geehrte Damen und Herren,

dies sind die Themen unseres heutigen Newsletters:

Politik aktuell

Haushaltsdebatte:
Bundesgesundheitsministerium leistet größten Sparbeitrag
In dieser Woche fanden im Bundestag die Schlussberatungen über den Haushalt
2013 statt. Über den Etat des Bundesgesundheitsministeriums debattierten die
Abgeordneten am 20. November. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr machte
in seiner Rede deutlich, dass sein Ressort heute und für den nächsten
Bundeshaushalt den größten Sparbeitrag leiste.
Hier können Sie sich die Rede des Ministers ansehen:
http://dbtg.tv/fvid/2023872

Präimplantationsdiagnostik:
Verordnung regelt genetische Untersuchungen an Embryonen
Das Kabinett hat am 14. November den von Bundesgesundheitsminister Daniel
Bahr vorgelegten Entwurf einer „Verordnung zur Regelung der
Präimplantationsdiagnostik“ (PIDV) beschlossen. Die
Präimplantationsdiagnostik (PID) ermöglicht es, schwere Erbkrankheiten und
Chromosomenanomalien an künstlich erzeugten Embryonen noch vor deren
Implantation zu erkennen. Mit der Verordnung kommt die Bundesregierung ihrer
Verpflichtung aus dem „Gesetz zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik“
vom 21. November 2011 nach, das ein grundsätzliches Verbot der
Präimplantationsdiagnostik vorsieht. Gleichzeitig bestimmt es in engen
Grenzen Fälle, in denen die Durchführung zulässig sein soll. Die Verordnung
regelt das Nähere zur Durchführung einer PID in diesen Ausnahmefällen.
Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie hier:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/pm_77
Den Verordnungstext finden Sie unter:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/verordnung_pidv
Fragen und Antworten zur PID finden Sie unter:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/fragen_antworten_pidv

Organspende:
Bundesärztekammer führt Transplantationskonferenzen in den
Transplantationszentren ein und ändert ihre Richtlinien
Die Einführung von interdisziplinären Transplantationskonferenzen war im
Spitzengespräch mit Bundesgesundheitsminister Bahr am 27. August nach den
Organspendeskandalen von Göttingen und Regensburg als wesentliche Forderung
zur Gewährleistung eines Mehraugenprinzips vereinbart worden. Die
Bundesärztekammer hat nunmehr am 9. November die Einrichtung
interdisziplinärer Transplantationskonferenzen beschlossen und ihre
Richtlinien für die Aufnahme in die Warteliste zur Organtransplantation
entsprechend geändert. Das ständige, interdisziplinäre und organspezifische
Gremium soll künftig in jedem Transplantationszentrum darüber entscheiden,
ob ein Patient auf die Warteliste aufgenommen oder von ihr abgemeldet und
wie die Warteliste geführt wird. Außer den direkt beteiligten operativen und
konservativen Kräften muss in der interdisziplinären
Transplantationskonferenz mindestens eine weitere medizinische Disziplin
vertreten sein, die nicht unmittelbar in den Transplantationsprozess
eingebunden ist.
Die Pressemitteilung der Bundesärztekammer lesen Sie hier:
<http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.9972.10927.10950>
Mehr zum Thema Organspende und zum Transplantationsgesetz erfahren Sie auf
der Themenseite des Bundesgesundheitsministeriums:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/organspende

Delegationsreise:
Bundesgesundheitsministerium engagiert sich in der Republik Moldau
Im September besuchte Staatssekretär Thomas Ilka die Republik Moldau.
Humanitären Projekten die nötige Öffentlichkeit zu verschaffen und die
deutsch-moldauischen Gesundheitsbeziehungen zu vertiefen, war das Ziel der
dreitägigen Reise. Bei ihrer Fahrt durch das Land überzeugte sich die
Delegation aus dem Bundesgesundheitsministerium davon, welchen wichtigen
Beitrag Deutschland für den Ausbau der medizinischen Versorgung leistet.
Den Reisebericht lesen Sie hier:
<http://www.bundesgesundheitsministerium.de/gesundheitssystem/internationale
-zusammenarbeit/hilfe-fuer-die-helfer>

Entgeltsystem in Psychiatrie und Psychosomatik:
Neue Verordnung schafft mehr Vergütungsgerechtigkeit
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat am 19. November die Verordnung
pauschalierende Entgelte Psychiatrie und Psychosomatik 2013 (PEPPV 2013)
unterzeichnet. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass psychiatrische
und psychosomatische Einrichtungen im kommenden Jahr das neue Entgeltsystem
auf freiwilliger Grundlage nutzen können. Die Verordnung ist erforderlich,
weil eine fristgerechte Einigung der Vertragsparteien auf das neue
Psych-Entgeltsystem nicht möglich war. Ergebnis ist ein Katalog
tagesbezogener Entgelte und ergänzender Zusatzentgelte, der deutlich
differenzierter ist als das derzeitige System. Mit dem neuen Entgeltsystem
wird der Weg zu mehr Vergütungsgerechtigkeit zwischen den Einrichtungen
eröffnet.
Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums lesen Sie hier:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/pm_78
Weitere Informationen zum PEPP-Entgeltsystem 2013 finden Sie unter:
http://www.g-drg.de/cms/PEPP-Entgeltsystem_2013

Telemedizin:
IT-Gipfel zeigt neue Anwendungsmöglichkeiten
Der 7. IT-Gipfel der Bundesregierung am 13. November in Essen setzte sich
auch mit den Chancen und Möglichkeiten von eHealth und Telemedizin
auseinander. Telemedizin ermöglicht es unter Einsatz audiovisueller
Kommunikationstechnologien trotz räumlicher Trennung Diagnostik,
Konsultation und medizinische Notfalldienste anzubieten. Bereits heute gibt
es viele Anwendungen – so ist es etwa möglich, die Behandlung eines
Patienten mit Schlaganfallverdacht auf dem Land telemedizinisch durch
Experten zu unterstützen, was im Ernstfall Leben retten kann. Dazu sagte
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Die Telemedizin kann helfen, die
Patientenversorgung zu verbessern. Gute Anwendungen müssen auch
flächendeckend zur Verfügung stehen. Mit der eHealth-Initiative haben wir
eine Struktur geschaffen, die es allen Beteiligten ermöglicht, gemeinsam
Hürden für die Nutzung der Telemedizin im Alltag abzubauen.“
Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums lesen Sie hier:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/pm_76
Mehr zum IT-Gipfel erfahren Sie unter:
http://www.it-gipfel.de/

Prävention:
Kongress debattiert über Chancen und Herausforderungen gesunden und aktiven
Älterwerdens
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Christoph Nachtigäller,
Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung
e.V. (BVPG), haben am 12. November in Köln den 5. Gemeinsamen
Präventionskongress „Gesund älter werden – Strategien für Deutschland und
Europa“ eröffnet. Hauptthema war der demografische Wandel als
Gestaltungsaufgabe für Deutschland und Europa. So wurde nach einem Überblick
über nationale Ziele und Programme in Workshops darüber diskutiert, wie etwa
Kommunen, Sportvereine, Senioren- und Bildungseinrichtungen gesundes und
aktives Älterwerden (mit-)gestalten können.
„In einer Gesellschaft des Alterns müssen auch die Präventionsangebote
angepasst werden“, sagte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr anlässlich
der Eröffnung des Kongresses. „Das Gesundheitsziel ‚Gesund älter werden’ ist
ein erster Schritt dazu. Es benennt Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und
Prävention älterer Menschen und insbesondere Menschen mit Demenz.“
Die Pressemitteilung von Bundesgesundheitsministerium und BVPG lesen Sie
hier:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/pm_gesund_aelter_werden
Mehr zum Thema Prävention erfahren Sie auch auf der Themenseite des
Bundesgesundheitsministeriums:
http://www.bmg.bund.de/praevention.html

Antibiotika:
Kampf gegen resistente Erreger
Antibiotikaresistenzen sind heute eines der größten Probleme bei der
Infektionsbekämpfung. Anlässlich des am 18. November begangenen Europäischen
Antibiotikatages sagte Bundesgesundheitsminister Bahr:
„Antibiotikaresistenzen sind ein komplexes Problem. Viele verschiedene
Stellen müssen kontinuierlich und interdisziplinär zusammenarbeiten und
aktiv sein.“ Um Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken, hat das
Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit dem Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Bundesministerium
für Bildung und Forschung vor vier Jahren die Deutsche
Antibiotika-Resistenzstrategie DART entwickelt.
Die gemeinsame Pressemitteilung von BMG und RKI finden Sie hier:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/pm_antibiotika_resistenz
Mehr zur Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie finden Sie unter:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/dart

Drogenbericht:
Cannabis bleibt Droge Nr.1
Auch im vergangenen Jahr war Cannabis die meistkonsumierte illegale Droge in
Deutschland und Europa. Dies ist das Ergebnis der Jahresberichte der
deutschen und europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. So
konsumierten etwa fünf Prozent der 12- bis 17-Jährigen im vergangenen Jahr
Cannabis. Von erheblicher Bedeutung ist Cannabis auch im Suchthilfesystem –
so wiesen ein Drittel der Personen, die wegen Drogenproblemen 2011 eine
Suchtberatungsstelle aufsuchten, einen problematischen Cannabiskonsum auf.
„Das zeigt, dass Cannabis keineswegs eine harmlose Droge ist“, erklärte die
Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. „Besonders der
Langzeitkonsum kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen sowie zur
Abhängigkeit führen.“
Die gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
und der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht finden Sie
hier:
<http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=779>
Weitere Informationen und die Jahresberichte der DBDD und EBDD finden Sie
unter:
http://www.drogenbeauftragte.de/ sowie
http://www.dbdd.de./

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Service

Organspende:
Vertrauensstelle „Transplantationsmedizin“ eingerichtet
Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission haben am 5. November
eine unabhängige Vertrauensstelle „Transplantationsmedizin“ zur (auch
anonymen) Meldung von Auffälligkeiten und Verstößen gegen das
Transplantationsrecht eingerichtet. Aufgabe der neuen Stelle ist es, auf
vertraulicher Basis entsprechende Hinweise entgegenzunehmen und in
Kooperation mit der Prüfungskommission und Überwachungskommission auf deren
Klärung hinzuwirken. Die Vertrauensstelle ist als Ansprechpartner unabhängig
von den Strafverfolgungsbehörden.
Die gemeinsame Pressemitteilung von Prüfungskommission und
Überwachungskommission, Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft
und GKV-Spitzenverband lesen Sie hier:
<http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.9972.10927.10941>

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen: Rauchen führt zu Atemnot und Tod
Weltweit leiden mehr als 200 Millionen Menschen an einer chronisch
obstruktiven Lungenerkrankung (COPD, engl. chronic obstructive pulmonary
disease). Die COPD gilt derzeit als vierthäufigste Todesursache – im
Endstadium kommt es zu permanenter Atemnot mit lebensbedrohlichen Folgen. In
Deutschland sind aktuell 10 bis 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung
betroffen, was etwa sieben Millionen Erkrankten entspricht. Anlässlich des
Welt-COPD-Tags am 14. November 2012 warnte die Direktorin der Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Prof. Dr. Elisabeth Pott: „Der
Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD ist das Rauchen. Etwa 90
Prozent aller COPD-Erkrankungen sind auf Tabakkonsum zurückzuführen.“
Die Pressemitteilung der BZgA lesen Sie hier:
<http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=777>
Ausführliche Informationen, ein Online-Ausstiegsprogramm für Raucher sowie
einen Bestellservice für Selbsthilfematerialien finden Sie unter:
http://www.rauchfrei-info.de/

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Fachinformation

Neues Internetportal:
Digitale Drehscheibe für die Telemedizin
Staatssekretär Thomas Ilka hat am 14. November im Rahmen der
Gesundheitsmesse MEDICA das von Fraunhofer FOKUS realisierte „Deutsche
Telemedizin-Portal" freigeschaltet. Das Internetportal macht Informationen
zu telemedizinischen Lösungen zugänglich und kann künftig für die
Vorbereitung und Planung entsprechender Projekte genutzt werden. Bereits
heute gibt es eine Vielzahl von Telemedizinprojekten in Deutschland, die
über eine hohe Expertise verfügen, von denen jedoch nur ein Teil in die
Regelversorgung übernommen wurde. Durch das neue Portal kann das Wissen nun
gezielt genutzt werden. Es ist Bestandteil der Maßnahmen zur
eHealth-Initiative die vom Bundesministerium für Gesundheit gegründet wurde.
Mit der Initiative sollen sinnvolle Anwendungen der Telemedizin besser als
heute den Weg in die Regelversorgung und damit zu den Patientinnen und
Patienten finden.
Die Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums lesen Sie hier:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/pm_telemedizinportal
Zum Portal gelangen Sie unter folgendem Link:
http://telemedizin.fokus.fraunhofer.de/
Weitere Informationen zur eHealth-Initiative finden Sie unter:
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/artikel_gesundheitstelematik


Mit freundlichem Gruß

Ihr Bundesministerium für Gesundheit