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Fragen, die die Welt sich (nicht) stellt....

Wie schlafen eigentlich Giraffen? Und Fische? Können die überhaupt schlafen??



Giraffen - schlafen sie stehend oder liegend?? Legen sie ihren Kopf in das Geäst eines Baumes und bleiben so stehen, legen sie sich hin und legen dabei den Kopf ins Nachbargehege bzw. in den Bauch des Liegepartners oder rollen sie sich zusammen??

Bild einer Giraffe mit Baum ©Karin Knötig
Ein entscheidender Faktor beim Schlaf der Tiere ist die Frage, wie viel Ruhepause sie sich überhaupt leisten können, ohne von ihren Fressfeinden im Schlaf erwischt zu werden. Die Schlafdauer beträgt nur wenige Minuten. Eine große Raubkatze wie der Tiger hat eigentlich keine Feinde und kann es sich leisten, lange und ungeschützt zu schlafen. Bei typischen Beutetieren wie Giraffen sieht das anders aus. Sie müssen immer auf der Hut sein. Also schlafen sie im Schutz der Herde, in der eine geregelte Arbeitsteilung herrscht: Während einige Tiere für wenige Minuten schlafen, halten die anderen Wache. Dann wird gewechselt.
Giraffen sind Tag- und nachtaktiv. Sie schlafen nicht viel. Pro Nacht kommt eine Giraffe auf maximal eine halbe Stunde Tiefschlaf. Sie ruht eher und bleibt mit ihren Sinnen wach, um Gefahren rechtzeitig wahrzunehmen. Dieser Halbschlaf findet häufig im Stehen statt, oder im Liegen mit erhobenem Kopf. Während einer Tiefschlafphase ist der Hals zurück gebogen und der Kopf ruht auf einem Unterschenkel. Im liegen döst die Giraffe nur nachts, steht aber im Schnitt alle zwei Stunden wieder auf. Beim Hinlegen zieht die Giraffe ihre Vorderbeine und ein Hinterbein unter den Körper, das andere Hinterbein bleibt zur Seite gestreckt.




Und wie ist es bei den Fischen?? Sind die schlaflos? Schweben sie einfach im Wasser oder liegen sie auf dem Grund?

Bild eines Fisches
Da Fische keine Augenlider haben, die sie schließen können, ist es häufig sehr schwer zu erkennen, ob und wann sie schlafen. Einige nehmen während ihrer Ruhephase eine charakteristische Körperhaltung ein: Sie klemmen sich mit ihren Flossen in Felsspalten oder legen sich auf die Seite. Anders als Säugetiere sind Fische im Schlaf nicht völlig weggetreten. Gehirnstrommessungen haben gezeigt, dass sie zwar ihre Aufmerksamkeit deutlich reduzieren, aber in keine Tiefschlafphase fallen. Einige tun dies jahrezeitenabhängig. Im Winter nimmt im kalten Wasser die Körpertemperatur ab und die Fische eine Ruhestellung ein, etwa auf dem Boden von Gewässern. Andere schlafen des tags und sind nachtaktiv: Muränen beispielsweise und Katzenhaie. Erstere verkriechen sich des Tags in Höhlen und Felsspalten. Haie übrigens haben keine Schwimmblase. Das bedeutet: Wenn sie aufhören sich zu bewegen, sinken sie auf den Meeresboden. Manche tun das auch ganz bewusst und ziehen sich zum Schlaf in Höhlen zurück. Andere, die großen Hochseehaie, schlafen, während sie sich bewegen, so ähnlich wie etwa Mauersegler im Fluge schlafen können.

Und das beste: Manche Fische tragen sogar Pyjamas! Von einigen Lippfischen im Salzwasser weiß man, dass sie sich zum Schlafen einen Schlafanzug anfertigen, indem sie sich mit einer Sekret- und Schleimhülle umgeben. Der Rundum- Wohlfühl- Anzug lässt den Fisch nicht nur äußerlich mit dem Hintergrund verschmelzen und tarnt ihn optisch. Gleichzeitig schirmt das Gebilde das Flossentier auch geruchlich ab, sodass seine Feinde den schlummernden Lippfisch auch nicht mehr riechen können.




Eure Mareen